Freitag, 22. Januar 2010

Home-NAS auf dem Intel SS4200-EHW mit FreeNAS

Wie ich hier schon einmal beschrieben, habe ich bisher eine NSLU2 als Homeserver verwendet. Super Teil, aber die Performance beim Dateitransfer leidet doch sehr unter der schwachen CPU, die nicht einmal das 100MBit Netzwerkinterface ausreizt. Mehr als 5-6 Mbyte/s konnte ich nie erreichen. Irgendwann musste doch was neues her.

Hardware

Ich habe mich dann für das Intel® Entry Storage System SS4200-EHW entschieden. Dabei handelt es sich um ein recht gewöhnliches x86-System mit einer low voltage Celeron-CPU. Es bietet aber viele Vorteile:
  • Gigabit-Ethernet
  • 4 SATA-Ports
  • 2 eSATA-Ports
  • 4 USB-Ports
Zusätzlich existiert ein IDE-Anschluss für eine Systemplatte. Ich habe mich aber gegen eine Festplatte entschieden und eine 2GB CF-Card mit Adapter auf IDE eingesetzt. Beides gibt es recht günstig bei eBay oder anderen Plattformen. Als Datenplatten habe ich 4 Western Digital WD15EADS Caviar Green 1.5TB eingebaut. Dabei fällt auf, wie gut der Platteneinbau im Gehäuse gelöst ist. Leider ist es kein Hot Swap-System, aber für das Heimnetz ist das eigentlich auch nicht nötig. Die Festplatten werden mit kleinen Plastikfüßen versorgt und einfach in einen Rahmen gelegt und mit einem weiteren Klapprahmen festgeschraubt. Damit geht der Einbau schnell und einfach.

Software

Als nächstes steht die Wahl des Betriebssystems an. Wegen verschiedener Features (Sicherheit, Snapshots, usw.) wollte ich ZFS einsetzen. Damit ist die Wahl des Betriebssystems eingeschränkter. Die Integration in Linux ist aus Lizenzgründen sehr ungünstig, von daher bleiben eigentlich nur FreeBSD und natürlich OpenSolaris. OpenSolaris bietet die bessere ZFS-Integration, ist allerdings etwas anspruchsvoller in den Systemanforderungen. Besonders die 2GB CF-Card wäre viel zu wenig. Eine Festplatte wäre da günstiger. Die andere Möglichkeit, FreeBSD, ist da sparsamer, aber auch hier könnten 2GB knapp werden. Als fertige Lösung bietet sich nun aber bei FreeBSD FreeNAS an. Von FreeNAS gibt es eine embedded-Version, die beim Booten das System in den RAM lädt. Nur die Konfigurationen werden zusätzlich auf die Karte geschrieben. Dadurch wird das System schneller, hat allerdings den Nachteil, dass es keine vollständige Installation ist.
Da FreeNAS aber alle Features bietet, die ich brauche, habe ich mich dafür entschieden. Damit ZFS stabil läuft, habe ich die 512MB RAM durch einen 2GB-Speicherriegel ersetzt.

Installation

Nicht ganz trivial ist die Installation, da das Gerät keine Grafikschnittstelle besitzt. Um einen Zugang auf das Gerät zu bekommen, habe ich nach einer Anleitung im SS4200-Wiki den seriellen Anschluss des Mainboards nach außen geführt. Mit einem Nullmodem-Kabel und PuTTY auf einem anderen Rechner konnte ich mit den Einstellungen 15200,8,N,1 zu dem Gerät verbinden. Im BIOS muss die Bootreihenfolge umgestellt werden und die Einstellungen für die serielle Verbindung auf 9600,8,N,1 verändert werden, da FreeNAS nur dies unterstützt.
Anschließend sollte theoretisch eine Installation von FreeNAS über ein externes USB-Laufwerk funktionieren. Das hat aber nicht geklappt, daher habe ich die CF-Card samt Adapter in einen anderen Rechner eingebaut und dort die Installation durchgeführt. Nach erneutem Umbau bootete FreeNAS dann auf dem Intel-NAS. Um über die serielle Konsole die Netzwerkkonfiguration durchzuführen (DHCP funktionierte nicht), muss im FreeNAS-Bootloader der Bootprozess abgebrochen werden und zur Kommandozeile gewechselt werden. Mit
set console="comconsole"
und dann
boot
wird die Ausgabe auf die serielle Konsole umgeleitet und der Bootprozess fortgesetzt. So ist es dann möglich die IP-Adresse des Systems herauszufinden und auf das Webinterface zuzugreifen. Mit dem Editor des Webinterfaces habe ich in der Datei
/etc/ttys
die Zeile
ttyd0   "/usr/libexec/getty std.9600"   dialup  off secure
in
ttyd0   "/usr/libexec/getty std.9600"   vt100   on secure
abgeändert. Anschließend kann ebenfalls über das Webinterface das Kommando
kill -HUP 1
abgesetzt werden und damit der Login über die serielle Konsole ermöglicht werden. Mit
/bin/sh /etc/rc.initial
wird dann die Konfiguration gestartet und es kann alles wichtige eingestellt werden.

Konfiguration

Die Konfiguration über das Webinterface ist größtenteils intuitiv und einfach. Ich habe ein raidz mit den 4 Platten angelegt. Den gesamten Pool exportiere ich als NFS-Freigabe. Zusätzlich gibt es Samba-Freigaben für lokal erstellte Nutzer. Mit einer zusätzlichen externen Festplatte werden die Benutzerordner und verschiedene andere Ordner jede Nacht per rsync und cronjob gesichert. Eine komplette Sicherung ist natürlich auf Grund der Größe des Datenpools von etwa 4 TB nicht möglich. Aber als zusätzliche Sicherung dient ja das raidz.

Performance

Die gefühlte Geschwindigkeit ist auf jeden Fall sehr gut. Mit dem Programm
tiobench
habe ich die Geschwindigkeit gemessen.
Sequential Reads: 72,70 Mbyte/s
Random Reads: 0,66 Mbyte/s
Sequential Writes: 39,98 Mbyte/s
Random Writes: 0,83 Mbyte/s
Einige dieser Werte scheinen allerdings durch meine CPU begrenzt zu sein. Leider fehlt mir der Vergleich um die Daten beurteilen zu können, aber damit ist das NAS schonmal schneller als meine lokalen Platten (die zugegeben nicht besonders schnell sind).

Donnerstag, 21. Januar 2010

Rezept für einen grünen Jalapeño-Salat

Zutaten:
  • 1 Bund Rucola
  • 1 Salatgurke
  • 1 kleine Zwiebel
  • 5 EL eingelegte Jalapeño-Ringe
  • Weißweinessig
  • Olivenöl
  • Tomatenmark
  • Oregano
  • Paprikapulver
  • Salz
  • Pfeffer
Rucola

Den Rucola waschen und die Stiele abschneiden. Danach Die Salatgurke schälen und in Würfel schneiden. Beides zusammen in eine Schüssel geben. Als nächstes werden die eingelegten Jalapeño-Ringe zugegeben. Je nach gewünschter Schärfe die Menge variieren. Zuletzt eine Zwiebel fein würfeln und ebenfalls hinzugeben.

halber Salat

Salat

Für die Salatsauce wird etwas Tomatenmark mit Oregano und Weißweinessig vermischt. Dazu wenig Olivenöl und Paprikapulver, mit Salz und Pfeffer würzen.
Guten Appetit!

Freitag, 4. September 2009

libnotify - einfach und praktisch

Durch Hack A Day bin ich heute auf das kleine Programm libnotify gestoßen. Dieses erlaubt sehr einfach Benachrichtigungen auf dem Desktop auszugeben. Schnell ergeben sich einige Einsatzszenarien:
  1. Systemüberwachung:
    Sehr einfach ist die Ausgabe des syslogs oder von anderen Logdateien. Das geht sicher auch eleganter, aber diese wenigen Zeilen zeigen wie einfach libnotify funktioniert:
    #!/bin/bash
    
    X="EIN"
    syslog="leer"
    syslogalt="leer"
    dmsg="leer"
    dmsgalt="leer"
    publicip="leer"
    publicipalt="leer"
    
    while [ "$X" == "EIN" ] ; do
    
            syslog=$(tail -n 1 /var/log/syslog)
            if [ ! "$syslog" = "$syslogalt" ]; then
                    notify-send -i $HOME/skripte/syslog.png "syslog:" "$syslog"
            fi
            syslogalt="$syslog"
            sleep 5
            dmsg=$(tail -n 1 /var/log/dmesg)
            if [ ! "$dmsg" = "$dmsgalt" ]; then
                    notify-send -i $HOME/skripte/dmesg.png "dmesg:" "$dmsg"
            fi
            dmsgalt="$dmsg"
            sleep 5
            publicip=$(lynx -dump http://checkip.dyndns.org)
            if [ ! "$publicip" = "$publicipalt" ]; then
                    notify-send -i $HOME/skripte/ip.png "Neue IP-Adresse:" "$publicip"
            fi
            publicipalt="$publicip"
            sleep 5
    done
    
    Sehr primitiv und nichts für den Dauereinsatz, aber es funktioniert. Übrigens, unter skripte/ liegen bei mir auch die Icons für die Notifications.
  2. Irssi-Highlights remote:
    Was mich viel mehr begeistert, ist eine andere Möglichkeit. Wie viele, lasse ich Irssi remote in Screen laufen um es nicht immer neu starten zu müssen. Das macht leider die Ausgabe von Highlights als Notification schwieriger und beeinträchtigt so den Nutzen. Durch ein einfaches Skript lässt sich dies aber auch hier lösen:
    #!/bin/bash
    
    ssh server "tail -n 10 $HOME/.irssi/fnotify; > $HOME/.irssi/fnotify; tail -f $HOME/.irssi/fnotify" |
            sed -ru "
                    s/&/\&/g;
                    s//\>/g;
                    s%(#[a-zA-Z]+ )<([^>]{0,10})>%\1\2 %g;" |
            while read heading message
            do
                    notify-send -i "$HOME/skripte/irssi.png" -- "${heading}" "${message}"
            done
    
    Vorlage für dieses Skript war dieses hier. Damit es funktioniert, wird das Irssi-Skript fnotify benötigt, welches in .irssi/scripts/ liegen muss und in Irssi mittels /run fnotify.pl gestartet wird.

Donnerstag, 3. September 2009

Endlich: Die große Ernte

Nach der ersten größeren Ernte ging es jetzt den meisten Früchten an den Kragen.

Chili-Garten

Nachdem ich herausgefunden habe, dass Jalapeños hier nicht unbedingt rot werden, hab ich auch schon Früchte abgeerntet, die noch grüne Flecken hatten. Und hier ist nun die stolze Ernte:

Chili-Ernte

Die Sweet Cayenne wurden gleich gegessen, von den Jalapeños habe ich etwas gegessen (enttäuschend mild aber total lecker) und den Rest getrocknet. Einen Teil der vorherigen Ernte hatte ich schon getrocknet:

Trockene Chili

Trockene Chilis zum zweiten

Dienstag, 25. August 2009

Erste große Ernte

Chili-Massen

Montag, 10. August 2009

Virtuelle Bestechung

Ja, so könnte man diesen Eintrag hier nennen. Dieser Eintrag zu diesem Zeitpunkt dient dazu Tim Pritlove noch ein Paar Folgen Chaosradio Express herauszulocken.
Meine erste Berührung war nicht direkt mit CRE, sondern der "richtigen" Chaosradio-Sendung. Das war immer ganz nett auch zum nebenbei hören, da es Musik und auch mehr oder weniger interessante Anrufer gab (und immer noch gibt). Doch dann bin ich dazu übergegangen während dem Fahrradfahren Podcasts zu hören. Das bietet sich sehr an, da man dabei viel Zeit hat und nebenbei nichts lesen kann oder sich anderweitig ablenken kann. Außerdem übertönen Podcasts Straßengeräusche nicht so sehr wie Musik.
Und durch Chaosradio bin ich dann schnell beim CRE hängen geblieben. Warum? Das ist recht einfach. CRE behandelt so gut wie immer interessante und technische Themen. Außerdem ist er sehr professionell (für Podcast-Verhältnisse) aufgenommen. Das bedeutet der Moderator hat eine gewisse Ahnung wovon er spricht, die Gäste sind interessant und es wird eine gewisse Struktur in das Thema gebracht. Was mir aber auch sehr wichtig ist, ist die Aufnahme eine hohe Tonqualität besitzt. Das ist gerade unterwegs in nicht zu unterschätzender Vorteil. Ich suche immer noch Podcasts die mich interessieren und eine ähnliche Qualität besitzen.

Aber eigentlich wollte ich über meine Lieblingsfolge schreiben. Es ist eine recht neue, und zwar CRE 127 TeX und LaTex. Da ich eigentlich fast jeden Tag mit LaTeX arbeite, war mir einiges schon bekannt, aber gerade dadurch wurde die Geschichte und das Hintergrundwissen um einiges interessanter. Außerdem hat Tim Pritlove hier einen sehr guten Gesprächspartner ausgesucht. Ich kann diese Folge (und natürlich LaTeX) jedem nur empfehlen, ebenso wie fast alle anderen Folgen von CRE.
davor danach

Mittwoch, 29. Juli 2009

Jubiläum

Ich sehe gerade, mein Blog besteht jetzt seit 1000 Tagen. Auch wenn ich nicht so viel geschrieben hab, finde ich das schonmal nicht schlecht.

Rezept für einen Zucchiniauflauf

Zutaten für etwa 6 (oder 4-5 sehr hungrige) Personen:
  • 1 kg Zucchini
  • 1 kg Kartoffeln
  • 600 g Hackfleisch
  • 4 Eier
  • 3 EL Tomatenmark
  • 400 mL Milch
  • 3 Zwiebeln
  • Rosmarin
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Schnittknoblauch
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
Angefangen habe ich mit den Zucchini. Die Zucchinis waschen, in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und in Olivenöl anbraten. Danach mit Salz und Pfeffer würzen.

Zucchini-Braten

Die Kartoffeln schälen und nicht zu weich kochen. Dann in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Die drei Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Die Würfel ein wenig dünsten und dann zu den Kartoffeln geben. Dazu kommt dann noch Rosmarin, fein geschnittener Schnittknoblauch, Salz und Pfeffer.

Kartoffelsalat

Jetzt kommt als nächstes das Hackfleisch dran. Das Hackfleisch anbraten bis es durch ist, dann Tomatenmark dazugeben (deswegen ist es auf dem Bild auch so rot). Wenn es fertig gebraten ist, mit Salz und Pfeffer würzen und fein gehackte Petersilie und Schnittlauch hinzugeben.

Rotes Hackfleisch

Jetzt die drei Komponenten abwechselnd übereinander in eine Auflaufform stapeln. Diese sollte schon recht groß bemessen sein.

Stapelware

Zum Schluss noch die vier Eier und die Milch gut verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die ganze Mischung dann über die vielen Schichten gießen.

Fertigessen

Dann ist die Arbeit getan und das Essen muss nur noch bei etwa 200°C für 30 bis 40 Minuten in den Backofen.

Zucchini-Sauna

Nach 40 Minuten ist es schon fast zu spät. Aber zum Glück ist nichts wirklich verkohlt, sondern die obenliegenden Kartoffeln sind schön knusprig.

Knusperbraten

Guten Apetitt!

Lecker Essen

Chili-Farbraum

Bunte Chilis

Noch mehr bunte Chilis

Montag, 27. Juli 2009

Geschmackstest bestanden

Die Chili scheint reif gewesen zu sein. Sie hat lecker geschmeckt und war durchaus ordentlich scharf. Ich hab sie einfach pur gegessen, das war schon ordentlich, aber noch erträglich.

Erste Ernte

Erste Ernte

Endlich ist es soweit. Ich hab eben eine kleine Aurora-Chili abgeschnitten und werde sie gleich probieren um zu sehen ob sie schon reif ist.

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